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Kontrolliertes Vokabular nutzen

Aus PQWiki


Schnelligkeit
★☆☆
Einfachheit
★★☆
Agilität
★★☆

Ziele

* Vereinheitlichung der Sprache im Projektteam und mit dem Kunden
  • Förderung des gegenseitigen Verständnisses
  • Vereinheitlichung der Sprache im eigenen Unternehmen
  • Verbesserung aller Dokumente und der Softwaredokumentation
  • Verbesserung des Codes und Datenmodells durch Verwendung einheitlicher Bezeichner

Motivation/Problemstellung

Die meisten Softwareprojekte im gewerblichen Umfeld erfordern, dass die Informatik mit einer anderen Disziplin kommuniziert. Zudem werden häufig innerhalb von Projektteams und innerhalb des späteren Anwenderkreises verschiedene Begriffe synonym oder zumindest überlappend verwendet, was das gegenseitige Verständnis erschwert und Missverständnisse befördert, besonders wenn untereinander Dokumente ausgetauscht werden. Daher ist es bei größeren Projekten und Teams sinnvoll, das Vokabular vorab festzulegen und für alle nachvollziehbar und sichtbar (bspw. in einem Glossar) zu hinterlegen.

Kurzbeschreibung

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Ein kontrolliertes Vokabular ist eine existierende Menge von Begriffen mit definierter Bedeutung, die aus einem Fachbereich, einer Firmenumgebung, einer Software oder einem System stammen kann. Die Methode beschreibt, wie:
  1. Ein kontrolliertes Vokabular explizit erfasst werden kann.
  2. Definierte Begriffe überall zum Einsatz kommen, und andere Begriffe nur verwendet werden, wenn es keinen definierten Begriff gibt.
  3. Ein definierter Begriff nur noch in seinem definierten Bedeutungszusammenhang verwendet wird.

Input

Dokumente, Spezifikation, Anforderungen des Kunden.

Output

Glossar

Rahmenbedingungen

Rolle (Ausführender)

Projektleiter, Vertriebsmitarbeiter, Product Owner

Werkzeuge, Hilfsmittel

Microsoft Excel, Microsoft Word, Wiki, Case Complete

Vorkenntnisse und Erfahrungen

-

Ort und Umgebung

Die Methode ist an keinen festen Ort gebunden

Weitere Teilnehmer

alle

Voraussichtliche Dauer

Abhängig vom Projekt und dem Aufwand, den man betreiben möchte.

Vorgehensweise

Vorbereitung

Einmalig: Vorbereitung eines Systems oder Templates. Kann für alle weiteren Fälle wiederverwendet werden.

Durchführung


Der Kundenansprechpartner, erhebt in der Kommunikation die wichtigsten Begriffe aus der Anwendungsdomäne und klärt ihre Bedeutung. Auch Dokumente (Spezifikationen, Anforderungen) oder (Alt-)Systeme des Kunden, wie Spezifikationen, werden systematisch auf Begriffe untersucht, die in der Fachdomäne eine klar definierte Bedeutung haben. Diese Begriffsklärung wird als Stammvokabular in einem Glossar zusammen getragen, mit dem Kunden abgestimmt und an das Projektteam weitergegeben. Es kann während der Durchführung anderer Best Practices kontinuierlich anwachsen. Alle Teammitglieder werden angehalten, sich in allen Konzepten, Entwürfen, dem Code und der Dokumentation an den Glossar anzulehnen, wann immer ein passender Begriff definiert ist. Der Begriffsglossar wird allen Dokumenten, die an den Kunden gehen, beigefügt. Für einen internen Glossar ist die Anwendung entsprechend durchzuführen, allerdings nicht durch einen Vertriebler sondern beispielsweise durch den Verantwortlichen für Qualität.

Nachbereitung

Beim Codereview und der redaktionellen Prüfung ausgehender Dokumente wird die korrekte Verwendung des Vokabulars mit kontrolliert.

Gütekriterien/Empfehlungen

Der Aufwand für die Erstellung des Glossars sollte sich immer nach folgenden Punkten ausrichten:
  • Projektumfang (Teamgröße, Laufzeit des Projekts, Komplexität der Domäne)
  • Wiederverwendbarkeit

Risiken

Fehler in Begriffsdefinition oder Gebrauch sind folgenschwer

Einordnung in das PQ4Agile-Qualitätsmodell

Schlagworte

Vokabular, Verständigung, Kommunikation, Sprache, Verständnis, Vereinheitlichung

Weiterführende Informationen

Informationen im Internet

Literatur

-